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25
JUN
2013

Schadensbehebung nach einem Wasserschaden

Je nach Intensität kann ein Wasserschaden weitreichende Folgen für das betroffene Gebäude sowie auch die darin lebenden Menschen haben. Wenn sich Mauerwerk und Böden mit dem eingedrungenen Wasser erst vollgesogen haben, muss dafür gesorgt werden, dass die Feuchtigkeit wieder so schnell wie möglich entzogen wird. Es ist vor allem darauf zu achten, dass die komplette Feuchtigkeit ausgetrocknet wird, um keine Spätfolgen zu riskieren.

Für den Menschen entsteht durch die Bildung von Schimmel in Wänden und Böden ein hohes gesundheitliches Risiko. Bei schwerwiegenden Wasserschäden kann zudem noch die Bausubstanz des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen werden.

Es empfiehlt sich daher bei einem Wasserschaden immer umgehend zu handeln, um mögliche Risiken für Gesundheit und Bausubstanz schnellst möglichst auszumerzen.

Die Vorgehensweise bei der Trockenlegung ist immer abhängig von der Schwere des Schadens und der Art der Räumlichkeit.

Sind in einem Gebäude die Wände und die Oberflächen der Böden betroffen, nicht jedoch die Dämmschicht, so kann die Trocknung mithilfe von handelsüblichen Kondens-/Bautrocknern vollzogen werden. Oftmals wird dies unter Zuhilfenahme von Heizlüftern und Ventilatoren durchgeführt, um den Trocknungsprozess zu optimieren und zu beschleunigen.

 

Ist jedoch das Wasser so weit in den Boden eingedrungen, dass zusätzlich die Bodendämmschicht betroffen ist, so gestaltet sich der Trocknungsvorgang deutlich schwieriger.

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Verfahren zur Trocknung der Dämmschicht im Boden. Zum einen ist dies das Druck- oder auch Überdruckverfahren und zum anderen das Saug- oder auch Unterdruckverfahren.

Die Wahl des passenden Trocknungsverfahrens ist hierbei vorwiegend von den betroffenen Räumlichkeiten abhängig.

Bei beiden Verfahren sind jedoch Kernlochbohrungen durch Bodenbelag, Estrich und Betonschicht bis zur Dämmschicht nötig, welche dann mit Saug- bzw. Druckschläuchen versehen werden.

Druckverfahren

Beim Druckverfahren wird mit Hilfe eines Seitenkanalverdichters trockene Luft durch die Kernlochbohrungen in die feuchte Dämmschicht gepumpt. Diese Luft nimmt dann die Feuchtigkeit auf und transportiert sie über Austrittsbohrungen oder die Randfugen aus der Dämmschicht heraus.

Die ausströmende feuchte Luft wird anschließend über einen oder mehrere Kondenstrockner entfeuchtet und über den Seitenkanalverdichter wieder in die Dämmschicht gepumpt.

Das Verfahren des Überdrucks wird in der Regel nur noch in unbewohnten Räumen angewandt, da mit der ausströmenden Luft eventuell auch schädliche Stoffe, wie z. B. bereits entstandene Schimmelsporen in die Raumluft gelangen können.

 Saugverfahren

Das Saugverfahren ist die aktuell verbreitetste Methode der Dämmschichttrocknung.

Dieses Prinzip beruht wiederum auf einem Kreislaufsystem, bei dem die feuchte Luft aus der Dämmschicht gesaugt wird. Angesaugt wird hierbei entweder über die Kernlochbohrungen oder über die Randfugen. Bei zweiterem müssen die Randfugen, außer die Stellen, an den angesaugt wird, luftdicht abgeklebt werden, um einen Unterdruck erzeugen zu können.

Die aus der Dämmschicht gesaugte feuchte Luft wird dann zum Trocknen über einen Wasserabscheider geleitet und anschließend wieder dem Raum zugeführt.

Um eine gute Luftqualität in bewohnten Räumen zu erhalten, werden bei diesem Prozess Hepafilter verwendet. Diese vermeiden, dass gesundheitsbelastende Partikel, wie z. B. Schimmelsporen in die Atemluft gelangen.

Weiter werden in der Regel bei diesem Verfahren noch zusätzlich zur Unterstützung des Trocknungsvorganges Kondenstrockner eingesetzt, um die Raumluft und zudem auch die Wände weiter zu trocknen.

 

 Vor allem bei weitreichenden Wasserschäden, wie beispielsweise nach einem Hochwasser, empfiehlt es sich immer einen Sachverständigen oder Sanierungsspezialisten zu Rate zu ziehen.

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